Studienfahrt nach Hamburg

Gemeinsam an Bord, drei Lehrjahre erkunden Hamburg!

 Wir, die Auszubildenden der drei Ausbildungsjahre der Industriekaufleute, haben uns gemeinsam auf den Weg nach Hamburg gemacht, um dort hautnah zu erleben, was im Unterricht oft nur in der Theorie behandelt wird: Komplexe Produktions- und Logistikprozesse in einer der größten Industrie- und Hafenregionen Europas.

Beeindruckende Einblicke bei Airbus

Den Auftakt der Fahrt bildete eine Werksbesichtigung beim Flugzeughersteller Airbus in Hamburg-Finkenwerder. Schon die Größe des Geländes sorgte für Staunen. Da sich die Produktionshallen über eine Fläche erstrecken, die fast 500 Fußballfeldern entspricht, war ein Rundgang zu Fuß keine Option, stattdessen ging es mit dem werkseigenen Bus über das weitläufige Gelände. In den riesigen Montagehallen konnten wir miterleben, wie die Flugzeuge je nach Baufortschritt Station für Station weitergeschoben werden und neue Teile, Technik und Kabinenelemente hinzukommen, bis am Ende ein fertiges Flugzeug entsteht. Ordnung, Struktur und Arbeitssicherheit standen dabei spürbar im Vordergrund. Für uns ein eindrucksvoller Kontrast zu den gewohnten betrieblichen Abläufen im heimischen Ausbildungsbetrieb.

Ein geselliger Abend in Hamburg

Nach einem ereignisreichen ersten Tag ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen, bevor es viele noch weiter in Hamburgs lebendige Gassen zog, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Der gemeinsame Ausklang bot dabei noch einmal Gelegenheit, die Eindrücke des Tages in entspannter Atmosphäre zu teilen.

Großes Finale auf dem Wasser

Den Abschluss der Fahrt bildete eine Rundfahrt durch den Hamburger Containerhafen bei strahlendem Sonnenschein, ein echtes Highlight! Der Hamburger Hafen zählt zu den bedeutendsten Logistikstandorten Europas. Als größter Universalhafen Deutschlands sichert er die Versorgung der europäischen Binnenmärkte mit bis zu 450 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten und ist mit mehr als 600.000 direkt oder indirekt verbundenen Arbeitsplätzen ein wirtschaftliches Schwergewicht. Ganz praktisch erfahrbar wurde diese Dimension für uns, als unser Boot ganz dicht an den gewaltigen Containerschiffen vorbeiführte. Ein Moment, der die Größenverhältnisse der globalen Warenlogistik plastischer vermittelte als jede Unterrichtsstunde es könnte. Auf rund 75 Terminals werden im Hamburger Hafen nahezu alle Güterarten umgeschlagen, vom Container über Stückgut bis zu Massengut, was uns einen lebendigen Eindruck der Vielfalt logistischer Prozesse vermittelte.

Mehr als nur ein Ausflug – Gemeinsam unterwegs und gemeinsam gelacht

Was die Fahrt besonders machte, war jedoch nicht allein das Gesehene, sondern das gemeinsame Erleben. Ob auf der Zugfahrt nach Hamburg oder bei den gemeinsamen Wegen mit Bus und Bahn durch die Stadt, die Zeit unterwegs wurde zur eigenen kleinen Erfahrung. Besonders inklusive des ein oder anderen Schmunzelns, wenn es galt, sich gemeinsam im Nahverkehr zurechtzufinden. Zwischen den vielen Gesprächen entstand ein Austausch, der im Schulalltag sonst kaum möglich ist. Wir Auszubildenden aus allen drei Ausbildungsjahren kamen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus unseren Ausbildungsbetrieben aus und lernten uns auf eine ganz neue Weise kennen. Besonders der Austausch zwischen den „alten Hasen“ des dritten und den „Neulingen“ des ersten Ausbildungsjahres machte die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis, das weit über den fachlichen Lerngewinn hinausging.