Was haben eine Karaoke Bar, das Wort „Hau Ruck“ und außergewöhnliche Duschen gemeinsam? Es sind alles drei besondere Ereignisse unserer Segeltour und wenn Ihr mehr von unserer Klassenfahrt wissen wollt, müsst Ihr weiterlesen. 

Wir, als Fachoberschule Wirtschaft (Klasse FOW12B), sind nämlich am Sonntag, den 27.10.2019 gegen 15 Uhr mit unseren Lehrkräften, Frau Meppen und Herr Schwenke, mit dem Bus nach Harlingen (Niederlande) losgedüst. Nach knackigen 4 Stunden Busfahrt kamen wir am Hafen von Harlingen an, wo sich das Wetter, wie auch unsere Laune, schlagartig änderten, denn eine Menschenkette zu machen, um die 100 Kilo (Ironie) schweren Koffer ins Boot zu kriegen und das bei gefühlt minus 10 Grad, ist nicht die beste Voraussetzung für den Start einer guten Klassenfahrt. Aber wir wollen nicht alles schlecht reden, denn wir hatten eine Menge Spaß, da wir viele lustige Momente und Abende erlebt haben.

Am ersten Abend hatten wir, nachdem gemeinsamen Abendessen, welches wir selbst zubereiten haben, in der Stadt Harlingen Freigang. Freigang? Freigang! „Unsere Kabinen waren sehr minimalistisch, man konnte sich nicht mal anständig bewegen”. In der Stadt haben sich am Ende, weil überall tote Hose war, alle Schüler in einer Karaoke Bar wiedergesehen und „Atemlos“ von Helene Fischer geträllert. Dafür ernteten wir einige komische Blicke der Holländer. Und was es mit dem Duschen auf sich hat, fragt ihr? Zum Duschen mussten wir mit allen Sachen bepackt am zum Hafen zugehörigen Waschhaus, 4 Minuten kosteten dann 50 Cent.

Am nächsten Morgen wurde uns dann das Segeln von unserem Skipper (Bootsführer) erklärt, dass wir danach auch umgesetzt haben. Mit einem „Hau Ruck“ wurde das 150 m² Großsegel von uns motiviert gehisst. Komischerweise gefiel es allen gut, obwohl wir alle mit einer negativen Einstellung und müde daran gegangen sind. An dem Tag sind wir bis nach Ameland gesegelt.

An diesem zweiten Abend war unsere Laune dann am Zenit und wir haben lange zusammengesessen, Musik gehört und so. Nach nur drei Stunden Schlaf trällerte uns Herr Schwenke um 7 Uhr am nächsten Morgen zum Frühstück. Na? Um wieviel Uhr sind wir also schlafen gegangen? 😊

Am dritten und letzten Abend hatten wir kaum noch Vorräte, also waren wir gezwungen aufs Festland zu gehen. Da es ja Ende Oktober und damit Saisonende war, war auch dort leider wieder tote Hose, doch wir fanden eine Pizzeria (aber wohl mit Abstand die schlechteste, in der wir je waren).

Die gemeinsame Zeit an den Abenden auf dem Segelboot, haben wir mit Gesellschaftsspielen verbracht. Dadurch wuchs die Klasse noch mehr zusammen und der Zusammenhalt wurde größer. Im Großen und Ganzen war die Klassenfahrt ein voller Erfolg, wir als Klasse wuchsen mehr zusammen, das gilt auch für die  Lehrkräfte.

Wir müssen zugeben, vor der Klassenfahrt hatten wir alle keinen Bock auf das Segeln und auch nicht auf einem Segelschiff zu schlafen. Doch am letzten Tag, als wir nämlich durch Kanäle und viele Schleusen Richtung Groningen fuhren, wollte schließlich niemand mehr nach Hause. Doch leider wurden wir dort vom Bus wieder abgeholt.

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