„Gemeinsam sind wir stark“
(Theaterprojekt der HEP 24.1 – Bericht von Louisa Brunken und Rieke Schierwagen)
Im Rahmen unserer Ausbildung zu Heilerziehungspfleger:innen haben wir gemeinsam mit Menschen mit Unterstützungsbedarf der Werkstatt Jeringhave ein Theaterprojekt durchgeführt. Begleitet wurden wir dabei von zwei Theaterpädagoginnen vom Blauschimmel Atelier – Ute Bommersheim und Theresa Ehmen. Das Projekt ging von Dienstag bis Freitag und wurde am Freitag mit einer Aufführung unseres Stückes „Gemeinsam sind wir stark“ abgeschlossen. Finanziell unterstützt wurden wir Auszubildenden durch die Barthels-Stiftung, deren Förderung die Umsetzung erst möglich machte. Weitere Unterstützung gab es vom LAT – Landesverband für Theaterpädagogik.
Jeder Tag begann und endete mit einer gemeinsamen Anfangs- und Abschlussrunde, dem sogenannten Ein- und Auschecken. Dadurch konnten wir ankommen, uns austauschen und den Tag gemeinsam reflektieren.
Zu Beginn des Projekts stand das Kennenlernen im Vordergrund. Durch Spiele wie Stopptanz und das Floßspiel sind wir miteinander in Kontakt gekommen, haben uns im Raum bewegt, uns angeschaut und durch kleine Gesten wie Abklatschen Verbindung aufgebaut.
Im weiteren Verlauf haben wir uns mit dem Thema Demokratie beschäftigt und darüber gesprochen, was Demokratie eigentlich bedeutet.
Am Mittwoch wurden wir in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben mit verschiedenen Szenen gearbeitet. Dabei sind verschiedene Darstellungen entstanden, unter anderem zur „schönsten Welt“ und zur „grausamsten Welt“. Auch das Öffnen eines „Imaginären Vorhangs“ und das Präsentieren vor der Gruppe waren Teil der Übungen. Zwischendurch haben wir Spiele wie „Maus und Monster“ gemacht, die für Auflockerung und Bewegung gesorgt haben. Im nächsten Schritt haben wir in den gleichen Gruppen weitergearbeitet und durch einen neuen Impuls die Grundbausteine für unser Theaterstück gelegt. Unsere Szenen wurden weiter ausgearbeitet, wir haben die Reihenfolge festgelegt, weitere Szene hinzugefügt und die Ergebnisse vor der Gruppe präsentiert.
Am letzten Tag fand zunächst die Generalprobe statt, bei der wir bereits in verschiedenen Kostümen gespielt haben. Anschließend wurde unser Theaterstück „Gemeinsam sind wir stark“ aufgeführt. Zum Abschluss gab es eine „Wie geht es mir“-Runde, die sehr emotional war. Viele waren berührt von der gemeinsamen Zeit und dem, was wir zusammen erarbeitet haben, und einige hatten Tränen in den Augen.
Insgesamt war das Projekt eine intensive und wertvolle Erfahrung. Besonders deutlich wurde, wie wichtig Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und Gemeinschaft sind, ganz im Sinne unseres Stücks „Gemeinsam sind wir stark“.

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